Noch bevor der Berufsverkehr begann, riss ein markerschütterndes Quietschen von Reifen die Leipziger Innenstadt aus ihrem Rhythmus. Stunden später war klar, dass diesmal nichts mehr so sein würde wie zuvor – doch das Entscheidende erfuhr die Öffentlichkeit erst ganz zum Schluss.
Leipzig zwischen Alltag und Horror

Es war kurz nach 8 Uhr, als auf der Grimmaischen Straße plötzlich ein dunkler Kombi in die Menschenmenge stürzte. Erst als das Fahrzeug nach rund 200 Metern an einem Poller zum Stehen kam, wurde das volle Ausmaß sichtbar: zerbeulte Fahrradständer, zerborstene Schaufenster, verstörte Passanten, die sich gegenseitig stützten, während Sanitäter um Leben kämpften.
Viele Leipziger standen da und versuchten, das Unvorstellbare zu begreifen. Zwei Menschen verloren noch am Tatort ihr Leben, drei weitere wurden lebensgefährlich verletzt. Mit jeder Sirene und jedem hektischen Funkspruch wuchs das Gefühl, dass mitten im Herzen der Stadt etwas Endgültiges zerbrochen war.
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