Hinterzimmer-Poker und offene Flanken der Ampel

Hinter den Kulissen wird heftig gefeilscht. Die Ampel-Koalition will mit den geplanten Mehreinnahmen nicht nur Haushaltslöcher stopfen, sondern auch Präventionsprogramme gegen Nikotinabhängigkeit ausbauen. Doch die Opposition wittert Wahlkampfmunition: Der Unionsflügel hält den Zeitpunkt für falsch, weil parallel die geplatzte Mitarbeiter-Prämie ein Loch in den Geldbeutel vieler Beschäftigten reißt.
Besonders brisant: In ersten Leaks heißt es, dass Premiummarken schon Ende 2026 bei knapp 10 Euro liegen könnten, während günstige Eigenmarken unter 9 Euro bleiben. Kritiker warnen vor einer „Sozialsteuer“, die vor allem Haushalte mit niedrigerem Einkommen trifft – und womöglich den Schmuggel anheizt.
Das große Finale: Kommt die 10-Euro-Schachtel wirklich?

Jetzt zur alles entscheidenden Frage, auf die alle warten: Ja, die Zehn-Euro-Grenze ist mehr als ein Schreckgespenst – sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit fallen. Brancheninsider gehen davon aus, dass Hersteller die Steuerbelastung nutzen, um ihre Margen aufzurunden. Spätestens im Januar 2027 dürften Premium-Zigaretten erstmals zweistellig ausgepreist sein; Discount-Sorten folgen laut Prognosen im Laufe des Jahres 2028.
Damit wäre Deutschland nicht nur preislich an der europäischen Spitze, die Regierung erhofft sich auch einen kräftigen Rückgang des Konsums. Ob die Rechnung aufgeht, bleibt jedoch offen: Frühere Steuer-Sprünge haben das Rauchverhalten laut Studien zwar gebremst, aber nicht zum Kippen gebracht. Die finale Abstimmung im Bundestag ist für den Spätsommer 2026 angesetzt – erst dann zeigt sich, ob der blau-graue Dunst künftig nicht nur die Lunge, sondern auch das Portemonnaie endgültig zum Qualmen bringt.