Kaum etwas sorgt bei Bürgerinnen und Bürgern so verlässlich für Empörung wie steigende Politikergehälter – erst recht, wenn überall sonst vom Gürtel-enger-Schnallen die Rede ist. Doch was hinter verschlossenen Türen in Berlin wirklich geschah, blieb bis heute Morgen ein gut gehütetes Geheimnis.
Hinter den Kulissen des Geldregens

Monatelang lief alles nach Schema F: Weil das Abgeordnetengesetz die Diäten automatisch an den Nominallohnindex koppelt, hätte es im Juli eine satte 3,8-Prozent-Erhöhung gegeben. In den Fraktionssälen hieß es, man halte sich lediglich an geltendes Recht – und damit schien der Plan wasserdicht.
Doch je näher der Stichtag rückte, desto stärker rumorte es selbst in Parteikreisen. Gesundheitsreform, Haushaltslöcher, steigende Krankenkassenbeiträge – das Timing wirkte fatal. Während Finanzexperten schon rechneten, wie hoch die nächste Stufe ausfiele, witterten PR-Strategen einen Imageschaden von historischem Ausmaß.
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