Eine fesselnde Einleitung
Ich möchte euch von dem Kartoffelrezept erzählen, mit dem ich mich wie ein Profikoch gefühlt habe – ganz ohne Ausbildung.
Ich kannte diese schicken Ziehharmonika-Kartoffeln aus Kochsendungen und Restaurantkarten. Ihr wisst schon, die – dünn geschnitten, aber unten noch verbunden, fächerförmig wie ein Pfauenschwanz, knusprige Ränder, fluffiger Kern. Ich dachte immer, man bräuchte dafür ein französisches Kochstudium und eine Schublade voller Spezialmesser.
Dann hat eine Freundin sie für ein Potluck-Essen zubereitet. Auf einem Backblech. Mit einem normalen Messer. In ihrem normalen Backofen. Ich habe ihr zugeschaut, wie sie die Kartoffeln schnitt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht, sie mit Öl und Salz vermischte und röstete, bis sie goldbraun und wunderschön waren.
„Die heißen eingeritzte Kartoffeln“, sagte sie. „Aber jeder kennt sie als Hasselback-Kartoffeln. Und sie sind unglaublich einfach.“
Sie hatte recht. Seit diesem Potluck-Essen habe ich sie dutzende Male gemacht. Für Abendessen unter der Woche, Festessen und für den Notfall, wenn ich vergessen hatte, eine Beilage einzuplanen. Sie sehen beeindruckend aus. Sie schmecken fantastisch. Und sie sind kinderleicht zuzubereiten.