Ein Kind mental stark zu erziehen bedeutet nicht, dass es nie traurig sein darf oder dass es immer selbstsicher wirken muss. Ein mental starkes Kind ist nicht unempfindlich gegenüber Schmerz oder Rückschlägen, sondern hat vielmehr die Fähigkeit, sich davon zu erholen. Manche Kinder haben diese Resilienz von Natur aus, aber als Eltern kann man sie auch stärken. Das tut man nicht, indem man mehr tut, sondern gerade, indem man einige Dinge nicht tut.
Keine Opferrolle anerziehen
Enttäuschungen gehören zum Leben. Ein Kind, das im Sportunterricht nicht als Erstes gewählt wird oder eine schlechte Note bekommt, ist kein Opfer. Eltern, die zu sehr in Selbstmitleid mitgehen, bringen ihrem Kind bei, dass es hilflos ist. Indem du zeigst, dass es immer möglich ist, positiv zu reagieren, gibst du einem Kind Stärke statt Verwundbarkeit.
Nicht aus Schuldgefühlen erziehen
Jeder Elternteil fühlt sich manchmal schuldig, aber aus diesem Gefühl heraus zu erziehen ist eine Falle. Wenn du der Schuld nachgibst, lernt dein Kind, dass es niemals „Nein“ sagen darf. Ein Kind, das versteht, dass du trotz Schuldgefühlen dennoch vernünftige Entscheidungen triffst, lernt, eigene Grenzen zu setzen und sich nicht überfahren zu lassen.
Dein Kind nicht zum Mittelpunkt von allem machen
Wenn ein Kind mit der Vorstellung aufwächst, dass sich alles um ihn oder sie dreht, erwartet es, dass sich andere immer anpassen. Das führt in der Welt selten zum Erfolg. Bringe deinem Kind bei, dass es besser ist zu fragen, was es selbst beitragen kann, statt was andere für ihn oder sie tun sollen.

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