Raserei, die ruinieren kann

Geschwindigkeitsverstöße sind und bleiben der Klassiker. Was viele überrascht: Schon ab 21 km/h innerorts und 26 km/h außerorts über dem Limit fällt nicht nur das Bußgeld höher aus – es regnet Punkte. Gerade Vielfahrer merken erst nach Monaten, dass der Zähler in Flensburg bedrohlich klettert.
Noch pikanter ist die Verdoppelung der Strafe in sogenannten „geschützten Zonen“. Wer in Tempo-30-Abschnitten vor Schulen oder Seniorenheimen erwischt wird, zahlt nicht nur mehr, sondern erntet gleich doppelt Punkte. So kann eine einzige unfreiwillige „Spritztour“ zum Punktesprungbrett Richtung Fahrverbot mutieren.
Alkohol & Drogen: Null Toleranz, neue Grenzen

Die Grenze von 0,5 Promille bleibt – doch die Folgen verschärfen sich. Schon beim Erstverstoß greift jetzt ein einmonatiges Fahrverbot, selbst wenn kein Unfall passiert. Damit verliert man seinen Schein faktisch länger als früher, weil sich die Sperrfrist mit behördlicher Post und Abgabe oft bis zu sechs Wochen zieht.
Bei 1,1 Promille ist Schluss mit Ordnungswidrigkeit: Es wird automatisch zur Straftat. Neu ist, dass Gerichte vermehrt zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) schon beim Erstvergehen greifen. Wer den „Idiotentest“ verweigert, steht direkt ohne Fahrerlaubnis da – Wiedererteilung frühestens nach sechs Monaten.
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